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Ein Gedicht als Weihnachtsgeschenk: Cessem els Canons, von Antonio Molina

16. Dezember 2025 – 8:00 - 8. Januar 2026 – 17:00

Bild einer schwangeren Venus, wie sie aus Recycling Metallen entsteht – Foto Andreu Ginestet 

 

Ein Gedicht als Weihnachtsgeschenk:

Cessem els Canons von Antonio Molina

In der Zeit, vom 16. bis 7. Januar, widme ich mich der Veröffentlichung eines außergewöhnlichen Gedichtes. Verfasst wurde es von einem dreizehnjährigen Jungen, der im April 2022 bei den „Jocs Florals“ in Katalonien den Landespreis gewann. Dies ist mein persönliches Weihnachtsgeschenk an alle, die meine Website besuchen.

Es handelt sich um ein Antikriegsgedicht von berührender Dichte und sprachlicher Kraft. Wie so oft gelingt es einem jungen Menschen, das wesentlich klarer und unmittelbarer auszudrücken, worum verkopfte Erwachsene oft nur mühsam ringen.

Entstanden ist das Gedicht genau in jenem April 2022 – in einer Zeit, in der die Ukraine und Russland noch zu Verhandlungen bereit waren, die letztlich jedoch ergebnislos blieben. Es atmet die Sehnsucht eines Jungen nach Leben, Frieden und einer Welt, in der die Gier nicht länger das Leitmotiv der Erwachsenen ist.

Thematisch umkreist es Frieden, Krieg und die elementare Sehnsucht des Lebens nach sich selbst. Es erinnert uns daran, dass unsere Jugend sehr wohl in der Lage ist, alles das zu denken und zu benennen, was wir selbst nicht mehr infrage zu stellen wagen.

Zu dem Gedicht gibt es zwei Dateien. Die erste Datei enthält allein das Gedicht. Die Zweite Datei enthält meinen Kommentar sowie die Signatur beider Autoren. 

Das Gedicht allein:

Gedicht und Kommentar signiert

Das Gedicht wurde heute auf der Academia Webseite veröffentlicht mit dem Kommentar.

Ich habe auch überlegt ob ich die Abbildung von der klassischen Skulptur von Schwerter zu Pflugscharen verwenden soll. Sie ist mir zu martialisch männlich. Ich habe nach anderen Motiven gesucht. Und dann bin ich bei meiner eigenen Venus Alata gelandet.

Das klassische Symbol der Schwerter zu Pflugscharen Bewegung drückt wieder nur männliche Dominanz aus, und keine Absicht am Bild des Mannes etwas zu ändern.

Die klassische Skulptur drückt daher einen Widerspruch mit der Emanzipation von dem männlichen Ethos, mit dem Bruch der kriegerischen Tradition aus.

Schwerter zu Pflugscharen Bronze - Jewgeni Wutschetitsch - Geschenk der Sowjetunion an die UNO 1959
Schwerter zu Pflugscharen Bronze – Jewgeni Wutschetitsch – Geschenk der Sowjetunion an die UNO 1959

Bedenkt man, dass die Bronze vor der UNO von einem russischen Bildhauer stammt, und von der Sowjetunion geschenkt wurde, ist es schwierig – im Angesicht des Ukraine Krieges – dieses Motiv als funktionalen oder effizienten Beitrag für den Frieden anzusehen, oder gar in meiner eigenen Webseite zu zeigen. Ich kann dem in der Skulptur ausgedrückten Ethos nur abschwören und mit der Tradition brechen. 

Daher habe ich die Schwangere Venus gewählt. Sollte ich je eine Skulptur erstellen zu dem Thema Schwerter zu Pflugscharen, wäre die Schwangerschaft die zentrale Botschaft, in Anlehnung an das Gedicht von Miguel Hernández und meiner Malerei zu dem Gedicht.

Mar de tetas, Miguel Hernández – 2010
Malerei mit Acryl auf Leinwand von Andreu Ginestet 220 x 210 cm – Museum für moderne Kunst Elche, Spanien

Mein Bild entstand im Jahr 2010 in Elche zum 100 Jahre Jubiläum der Geburt von Miguel Hernández. Ich habe aber daraus noch keine Skulptur abgeleitet, obwohl es nicht an Ideen mangelt.

Ich habe in der Not und als Beitragsbild meine eigene Schwangere Venus gewählt.

Venus Alata – Foto Andreu Ginestet

 

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